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Vorbeugung & Behandlung von Alzheimer zu Hause

Die Fähigkeit zu lesen und zu verstehen, was sie lesen, bleibt bei vielen Alzheimer-Patienten über einen sehr langen Zeitraum aktiv. Dies gilt auch für Patienten, die Schwierigkeiten haben, sich auszudrücken und durch verbale Sprache zu kommunizieren. Dies gilt insbesondere für Patienten, die eine lebenslang entwickelte Leseaktivität gezeigt haben: Ihre Fähigkeit zu lesen und zu genießen, bleibt über einen sehr langen Zeitraum, bis in die späten Stadien der Erkrankung, stark.

Die durchgeführten Studien haben auch gezeigt, dass das Lesen wesentlich zur Lebensqualität des Patienten beiträgt. Zu Beginn der Erkrankung können die Patienten weiterhin die Art des Lesens genießen, wie sie es früher getan haben, sei es in Büchern, Zeitungen oder Zeitschriften.

Danach kann es notwendig sein, Bücher auszuwählen, die für die Person und ihre Fähigkeiten besser geeignet sind. Einige Betreuer bieten Kinderbücher an, die den Vorteil einer großen Schriftgröße, einfacher Handhabung (z. B. Kartonseiten) und Lesbarkeit der Illustrationen haben. Die Nachteile dieser Bücher liegen oft darin, dass sie sich mit Fragen befassen, die für Erwachsene nicht relevant sind und sich auf die Welt der heutigen Kindheit beziehen, oft weit entfernt von der, an die sich die Patienten erinnern können. Dennoch können diese Bücher eine Verbindung zu den Enkeln sein, ein Vorwand für den Austausch von Mitschuld und Geselligkeit. Zur Erinnerung: Für den Patienten und seine Angehörigen kann es interessant sein, Bücher über die Kinder ihrer eigenen Kinder (die sie gelesen und wieder gelesen haben) und sogar Bücher aus ihrer eigenen Kindheit zu finden. Diese Bücher sind einerseits Teil einer vertrauten Welt und können andererseits helfen, sich an (gute) alte Erinnerungen zu erinnern.

Es gibt auch Bücher, die speziell für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung entwickelt wurden: Die Charaktere sind gut lesbar, die Seiten sind leicht zu handhaben, die Bilder sind leicht verständlich und die Themen sind an ältere Menschen angepasst: angenehme Aktivitäten für den Patienten und sein Umfeld möglich, lohnende Situationen im Alltag, Feier der vergehenden Zeit und die Ereignisse, die sie rhythmisieren….

Gleichzeitig kann der Betreuer je nach den Fähigkeiten des Patienten und dem Vergnügen, das jeder (Patient und Betreuer) dort findet, Zeit damit verbringen, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften…. dem Patienten vorzulesen, indem er sie nach seinen Interessen auswählt (Patient und Betreuer) oder, wenn der Patient sich nicht mehr ausreichend klar ausdrücken kann, nach dem, was lohnende Reaktionen ermöglicht (Lächeln, Wohlbefinden, gute Laune, Wunder, Interessenzeichen….).

Man kann sich fragen, welches Interesse der Patient daran hat zu lesen, wenn sein Kurzzeitgedächtnis einige Anzeichen von Schwäche zeigt. Ein erster Grund ist einfach, dass viele Patienten gerne lesen, sich gerne Geschichten erzählen, in eine Welt geraten, die sie beim Lesen mögen. Ein zweiter Grund ist, dass es sich um eine sehr einfache Tätigkeit handelt, die es dem Betreuer ermöglicht, sich zumindest teilweise seinen anderen wesentlichen oder unnötigen Tätigkeiten zu widmen. Ein dritter Grund ist, dass selbst wenn das Gedächtnis des Patienten versagt und er schnell vergisst, was er gerade gelesen hat, die gute Stimmung, die er von seinen Lesungen bekommt, über die Leseperiode hinaus andauert und in den Momenten nach dem Lesen ertönt. Ein vierter Grund ist, dass der Patient, selbst wenn er es schnell vergisst, auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung in der Lage ist, die Themen des Artikels mit seinem Umfeld zu diskutieren: Die Lesungen können dann angenehme Gesprächsthemen sein, die die vielen anderen Aktivitäten des Tages ergänzen….. Also kaufe ich viele Bücher, meist aus zweiter Hand.